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Sex Save Easynude Naked Celebrity Celebs Ist dienwendun von Gewalt moralisch gerechtfertigt
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Staaten und ihrer Alliierten, Deutschland
inbegriffen, gegen die Al-Qaida- und Taliban-Kämpfer in Afghanistan zu den Waffen zu greifen.
Wo also stehen Sie? Ist der E
nsatz von Waffengewalt für Sie je
mals moralisch gerechtfertigt? Falls nein, warum
nicht? Falls ja: Nach welchen moralischen Kriterien sollte diese Frage eo schieden werden? Und wie sollte man diese Kriterien, so wie Sie sie verstehen,
auf die gegenwärtige Krise
anwenden? Es ist einfach und
zweifellos ihr gutes Recht, die Vereinigten Staaten für so ziemlich alles anzuprangern, was sie in der Welt seit 1945 getan haben. Das aber befreit Sie nicht von der Verantwortung, eine klare und in sich schlüssige
Position zu den moralischen Grundfragen zu beziehen. Wir erwarten Ihre Antwort.
Ihr Ton klingtn alarmistisch. Sie beklagen den "wachsenden Einfluss fundamentalistischer Kräfte" in den USA, die auch
"vor dem Weißen Haus nicht Halt" machen. Wir wollen diese Feststellung nicht bewerten, sondern lediglich darauf hinweisen, dass Sie an keiner Stelle in Ihrem Brief Alarm schlagen über die Tatsache, dass
"fundamentalistische Kräfte" in vielen muslimischen Ländern an Boden gewinnen. Doch damit nicht genug: In Ihrem Brief empfehlen Sie den USA sogar, ihr gesamtes militärisches Personal aus Saudi-Arabien
abzuziehen, weil offenbar bereits die bloße Präsenz dieser Truppen von vielen Muslimen "als ein Stachel im eigenen Fleisch betrachtet und als Angriff auf die eigene Kultur und das Selbstwertgefühl empfunden
wird".
Was erklärt diese Diskrepanz? Haben Sie ausschließlich etwas gegen den "Fundamentalismus" in den USA? Glauben Sie, dass die "fundamentalistischen Kräfte" in der
muslimischen Welt - bei jenen Gruppen also, die das US-Militär nicht mögen, den Frauen das Wahlrecht und den Führerschein verweigern, die zur Ermordung von Schriftstellern aufrufen, deren Werke ihnen nicht passt,
und die in regelmäßigen Abständen allen Fremden und Ungläubigen den Krieg erklären - dass diese Kräfte eine geringere Bedrohung für die Welt darstellen als jene "fundamentalistischen Kräfte", von denen Sie
fürchten, dass sie in den Vereinigten Staaten an Boden gewinnen?
An vielen Stellen Ihres Briefes schwingt Gleichgültigkeit gegenüber den Gefahren mit, die von muslimischen Extremisten ausgeht. Das ist auch in
Ihrem Ratschlag ersichtlich, wie unsere Regierung auf die Ereignisse vom 11. September hätte reagieren sollen. Sie empfehlen uns, die rechtsstaatlichen Mittel, mit denen Verbrechen auf nationaler Ebene geahndet
werden, "global zu erweitern". Diese Idee ist nicht nur vage, sie verwischt auch die Unterschiede zwischen einem individuellen kriminellen Akt und einer kriegerischen Handlung. Leider versäumen Sie es, uns
mitzuteilen, wie Menschen, die angegriffen werden, sich aktuell verteidigen können.
Den Anstieg der islamistischen Gewalt beschreiben Sie als "eine Folge der Instabilität der Machtbalance in der
gegenwärtig unipolaren Weltordnung". Sollten wir diese Analyse richtig verstehen, so ergibt sich daraus eine seltsame Konsequenz: Falls die USA und ihre Verbündeten, das deuten Sie in Ihrem Brief
zumindest an, weniger Macht und Einfluss und Staaten wie Saudi-Arabien, Irak, Iran sowie andere Länder im Nahen Osten mehr Macht und Einfluss hätten, würde die Welt sichererer und friedlicher. Wenn man bedenkt, dass
viele dieser Staaten (obwohl nicht alle), die Sie als zu wenig mächtig und einflussreich empfinden, von Despoten regiert werden, die ihre eigene Bevölkerung unterdrücken und jenen Terror exportieren, der gegenwärtig
die Welt bedroht - inklusive der islamischen Welt -, dann können wir uns Ihrer Empfehlung nicht anschließen.
Ihr Brief befasst sich auch mit den zivilen Toten im Afghanistan-Krieg. Das ist ein überaus ernstes
Thema, das uns ebenfalls sehr besorgt. Allerdings behandeln Sie das Problem nicht seriös. Ihre Behauptung über die Zahl der Ziviltoten ist im besten Falle unbewiesen. Begrifflich indes bezeichnen Sie die Ziviltoten
als Beispiel für einen amerikanischen "Massenmord". Damit setzen sie die zivilen Opfer im Afghanistan-Krieg mit jenen Menschen moralisch auf eine Stufe, die bei den Terroranschlägen vom 11. September in
New York, Washington, D.C. und Pennsylvania ums Leben kamen. Sie sagen uns, dass keine moralische Kalkulation "einen Massenmord mit einem weiteren Massenmord rechtfertigen" kann. Solche Bemerkungen machen
uns traurig. Es ist moralische Blindheit, wenn Sie die unbeabsichtigte Tötung von Zivilisten in einem Krieg, dessen Grund gerechtfertigt ist, und in dem es das Ziel des Soldaten ist, den Verlust von zivilem Leben zu
minimieren, mit der beabsichtigten Ermordung von Zivilisten, die sich in einem Bürogebäude befinden, durch Terroristen vergleichen, deren oberstes Ziel es ist, die Zahl der Ziviltoten zu maximieren.
Gegen
Ende Ihres Briefes schreiben Sie: "Nur wenn weltweit und bei den ökonomisch und militärisch schwächeren Nationen und Kulturkreisen die Auffassung einkehrt, dass der Westen als der ökonomisch und militärisch
mächtigste Kulturkreis es mit der Universalität der Menschenwürde ernst meint, dass diese nicht bloß eine Floskel ist, von der je nach Bedarf Gebrauch gemacht wird, nur dann erhöht sich die Chance, dass
terroristische Selbstmordattentate nicht die beabsichtigte Resonanz erfahren, sondern in allen Ländern auf vehemente Ablehnung stoßen."
Ungeachtet dessen, dass wir mit Ihnen in anderen Bereichen nicht
übereinstimmen, finden wir in dieser Festellung doch wichtige Elemente einer Einsicht. Sie könnte als Grundlage für einen künftigen Dialog dienen.
Nochmals vielen Dank für Ihre Antwort.
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